Lofoten-Abenteuer: Rückblick von Andrea

Nach einer langen Anreise von München über Oslo (mit vierstündiger Erkundungstour des Flughafens) und Bodø erreichten wir am frühen Abend unseren Zielflughafen Svolvær. Die herzliche Begrüßung von May-Britt und ihrer Mitarbeiterin von XXLofoten hat uns unsere Müdigkeit vergessen lassen und wir freuten uns alle riesig darauf, die Lofoten kennen zu lernen. Die ersten Erzählungen unseres geplanten Programms beim Abendessen in unserer Unterkunft, dem Thon Hotel, machten uns dann nur noch neugieriger.

Nach einem umfangreichen Frühstück fing es dann Samstagmorgen an. Wir besichtigten die charmanten, kuscheligen Hotels, Anker Brygge As und Rica Hotel, welche dem Stil der Region angepasst sind, als auch das moderne Lofoten Suite Hotel. Man kann jetzt schon erkennen, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Dann ging es mit der ersten Aktivität los: Fischen. Normalerweise dem Fischen gegenüber sehr skeptisch, hat es unsere Crew geschafft, das wir sehr viel Spaß dabei hatten. Wir mussten nicht still und leise darauf warten, dass die Fische anbissen, nein trotz lauten Lachens gelang es uns, einen 8,8 kg Dorsch an Land zu ziehen. Die Freude war groß, aber so langsam gingen uns auch die Kräfte aus und so begaben wir uns wieder auf den Heimweg. Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel ging es zum nächsten Highlight – wir lernten, unseren Fisch fachgerecht zu filetieren! Als der Profi uns das vormachte, wirkte es noch sehr leicht, aber als wir selbst Hand anlegten, merkten wir schnell, dass es doch schwerer ist als gedacht.

Das von XXLofoten zubereitete Abendessen war einfach sensationell lecker. Es wurden Kostproben von Walwurst, Lammsalami und Fischzunge präsentiert und auch wenn es anfangs etwas befremdlich zu probieren war, so kann man jeden nur raten es zu essen, denn es ist einfach köstlich. Den Abend ließ unsere Gruppe noch im Hotel Pub gemütlich ausklingen und einige freuten sich schon darauf, endlich die Nordlichter in der Nacht zu sehen.

Leider war die Nacht zu stürmisch und außer Schnee, Hagel, Wind und Regen bekamen wir keine Nordlichter zu sehen. Durch den Sturm war leider auch unser Programm etwas durcheinander geraten, aber die Mitarbeiter von XXLofoten setzten alles daran, dass wir unsere RIB Safari durchführen konnten. So ging es bereits früh morgens los. Mit dicken Anzügen, jedem Wetter trotzend, fuhren wir mit hoher Geschwindigkeit übers Wasser. Die Natur war beeindruckend, auch wenn unser Adrenalinspiegel gleich den Wellen immer höher wurde. Aus Sicherheitsgründen – denn es stürmte ja auf offener See noch immer – mussten wir leider umkehren. Denn eines wird hier sehr hoch geschrieben „SAFETY FIRST“. Trotzdem waren wir alle sehr dankbar, überhaupt diese Tour, wenn auch nur kurz, starten zu können.  Zurück im Hotel gaben wir uns einem ausgiebigen Frühstück hin. Danach erkundete ein Teil Svolvær, der andere Teil stärkte sich im Zimmer für das Nachmittagsprogramm, welches uns in das kleine Fischerdorf Henningsvaer führte. Nach einem kurzen Stop in einem charmanten kleinen Kaffee, in dem man Kerzen selber macht, hatten wir einen kurzen Spaziergang durch den Ort. Einfach faszinierend so ein kleines Dorf mit seinen kleinen Geschäften. Weiter ging es in eine Fischfabrik, in der uns die Fischerei und die Trocknung der Stockfische näher gebracht wurden. Einmalig faszinierend war die Natur, die wir auch bei der Heimfahrt wieder genießen durften.

Wieder hieß es schnell frisch machen, denn ein Teil der Gruppe wollte vor dem Abendprogramm noch die Eisbar in Svolvær erkunden.

Bevor wir zum Abendessen aufbrachen, stand aber noch die Führung zu einigen Fischerhäuschen auf dem Programm. Der Eigentümer hat die alten Fischerkabinen zu vermietbaren Wohnungen hergerichtet, dabei aber wirklich darauf geachtet, den alten urigen Charme zu erhalten. Hier dachte sich jeder von uns: „Da muss ich selbst mal Urlaub machen!“ In seinem Restaurant  ließen wir uns wiedermal von der norwegischen Gastfreundlichkeit und delikatem Essen verwöhnen.

Mit vollem Bauch fieberten wir der letzte Nacht entgegen und somit der letzten Möglichkeit die Nordlichter zu sehen, doch leider wurden wir enttäuscht. Es hat wieder nicht geklappt. Naja, einfach ein Grund wieder zu kommen!

Ein letztes Mal genossen wir das reichhaltige Frühstücksbuffet, bevor wir auscheckten und uns auf den Weg nach Storvågan machten. Wir besichtigten noch ein gemütliches Hotel mit einigen Konferenzräumen und erkundeten ein altes Fischerdorf. Hier fand man sich in der Zeit zurück versetzt und auch die Geschichte der Fischer wurde uns im Fischermuseum nochmals nahe gebracht. Bevor wir einen kleinen Lunch zu uns nahmen, durften wir auch noch das ansässige Aquarium besichtigen mit den verschiedensten Meerestieren.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verließen wird das wunderschöne Archipel. Aber eines wusste jeder einzelne von uns – hierher komme ich garantiert wieder!

Copyright der Bilder: Andrea Keri